Archiv für Dezember, 2009
Zur Weihnachtszeit: Die Sage vom Volk der Zipfelmützen
Es war einmal … ein Land im Herzen Europas.
Die Menschen, die dort lebten, waren zeitlebens damit beschäftigt zu arbeiten, Steuern zu zahlen und für´s Alter vorzusorgen. Sie beherzigten das Motto ihrer Vorväter »Man lebt, um zu arbeiten« und schüttelten den Kopf über die gegenteilige Ansicht vieler ihrer südlichen Nachbarn, die ihnen einflüstern wollten »Man arbeitet, um zu leben«. Weltweit bekannt wurden diese Menschen aus Michelland durch ihre Zipfelmützen, die man über Augen und Ohren ziehen konnte, um Unangenehmes möglichst nicht zu sehen und zu hören. Das nutzten die Politiker von Michelland aus und verteilten das Geld und Vermögen dieses Völkchens an alle Welt, ohne daß jemand davon las oder hörte oder es sonst wie zur Kenntnis nahm. Da die Menschen nur für angenehme Nachrichten die Zipfelmützen lüfteten, wurde ihnen versprochen, die Rentenkassen seien voll, es gäbe bald überall im Land nur noch blühende Landschaften, der Euro mache alles preiswerter und einfacher und die EU in Brüssel würde den Wohlstand künftig noch sicherer machen.
Doch eines Tages wollten die Michel die Früchte ihrer nimmermüden Arbeit sehen und schoben die Zipfelmützen hoch. Sehr zu ihrem Erschrecken waren die Rentenkassen ratzeputz leer, die früheren DM-Löhne halbiert, die Euro-Preise aber genau so hoch wie zuvor in DM, ihre Arbeitgeber in andere Länder entschwunden, die Werke geschlossen und an vielen Läden hing das Schild »Zu vermieten«.
Deutschlands Goldreserven an USA verpfändet?
Verschleierungstaktik der Bundesregierung
Die offiziellen Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland, knapp 3.500 Tonnen mit einem Marktwert von rund 80 Milliarden Euro, gehören theoretisch zu den zweitgrößten der Welt. Dass dieser Schatz nicht im eigenen Land, sondern größtenteils in der Federal Reserve Bank of New York gelagert wird, wirft die Frage auf, wie es tatsächlich mit der Souveränität der Bundesrepublik bestellt ist. Denn ob die unter dem Straßenpflaster von Manhattan gebunkerten Goldbestände überhaupt noch verfügbar sind, ist ungewiss. Unter Finanzexperten heißt es nämlich, „die Amerikaner betrachten das deutsche Gold als eine Art Wohlverhaltenspfand“. Anders ausgedrückt: als eine Art Geisel für bundesdeutsches Wohlverhalten gegenüber den USA. Zum Rest des Beitrags »
Gebt uns das Spiel zurück!
Fußball – das war einmal Volkssport. Es waren „kleine Leute“, die sich für Uwe Seeler begeistern konnten. Für die oberen Zehntausend war das nichts. Schließlich ging es um Ehrlichkeit, um Kampf, um Kameradschaft; nicht gerade Tugenden aus der Schlipsträger-Etage. Welche Wucht jedoch vom Fußball ausgehen kann, durften wir 1954 erleben, als Sepp Herberger mit dem WM-Triumph mal eben die Weltpolitik auf den Kopf stellte.
Etwa seit 1990 sind Etablierte systematisch darangegangen, den Fußball zu instrumentalisieren. Nachhaltig. Die Bundesliga wurde aufpoliert und zum Gesellschaftsereignis umfunktioniert. Heute bestimmt ein wichtiges Fußballspiel schon mal alle Nachrichten. Die Leute sollen über Ballack schimpfen und nicht über Arbeitslosigkeit und Armut. Funktioniert. Störend sind heute nur noch wirkliche Fans, die mit überzogenen Eintrittspreisen, Stadionverboten, überhöhten Sicherheitsvorschriften und allerlei Willkürlichkeiten abgeschreckt werden sollen. Sie passen nicht recht rein in das Gesamtpaket „Ware Fußball“.
Die Etablierten-Rechnung ist im Grunde aufgegangen. Fußball ist Gesellschaftsereignis. Er riecht auch nicht mehr nach Schweiß, und die oberen Zehntausend sind im Boot. Jetzt bröckelt das verfälschte Produkt. Denn seit man den Sport dem Volk entrissen hat, gibt’s jene Probleme, die es immer gibt, wenn Bonzen ihre Finger im Spiel haben: Korruption, Misswirtschaft, Kriminalität. Nun also ist von Manipulationen in großem Stil die Rede. Mehr als 200 Spiele sollen geschoben worden sein. Auch in Deutschland. Von einer Wettmafia ist die Rede, von Handgeldern, von Mauscheleien.
Eigentlich passen Fußball und Geld gar nicht gut zusammen. Fußball und Ruhm. Fußball und Sieg. Das passt. Weil aber der schöne Sport zur Geldscheffelungs-Maschinerie verfälscht werden sollte, zahlt man jetzt den Preis. Auszulöffeln hat das wieder der „kleine Mann“, dessen Mannschaft abgestiegen ist, weil sie gekauft war.
Korrupte sind es, die unsere Republik immer wieder in Affären treiben, die verantwortlich sind für Filz, Bestechung und Lügen. Und seit die Korrupten auch den Fußballsport entdeckt haben, kann es nicht verwundern, wenn auch dort alles den Bach runtergeht. Ehrlich: Meinetwegen kann das ganze Kartenhaus in sich zusammenbrechen, und wir sehen anschließend wieder ehrliche Spiele vor 500 Zuschauern. Ohne Fußball-Söldner. Ohne TV-Kameras. Ohne Bonzen-Logen. Gebt dem Volk das Spiel zurück!
Sven Eggers, National-Zeitung
